Rebecca mit ihren Kindern

Mama und Unternehmerin: fitdankbaby® -Gründerin Rebecca erzählt

Die besten Ideen entstehen aus der Situation heraus. Und sie wachsen langsam. Meine Firma bezeichne ich gerne als mein drittes Baby, vor allem, weil sie mittlerweile zur Familiensache geworden ist. Auch mein Mann ist heute zu 100 Prozent  fitdankbaby® -Geschäftsführer. Und hier schreibe ich über die Geburt unserer kleinen Geschäftsidee.

2007 war ein tolles Jahr – wir durften unseren Sohn Jonathan in den Armen halten. Es war ein Julitag. Gewitternacht. Glücklicherweise gleich Sommerferien, so dass ich den verdienten Mutterschutz genießen konnte, denn im Herbst warteten schon wieder meine Tanz- und Fitnesskunden (ich war bereits als Trainerin für Kinder und Erwachsene tätig). Aber bis dahin genoss ich die Zeit und begleitete meinen Mann auf eine Geschäftsreise nach Berlin. Im Hotel dort lachte mich mein Sohn das erste Mal so richtig an. Und zwar, als ich ihn auf meinen Beinen schaukelte. Das mussten wir am Abend gleich dem Papa zeigen. Wir probierten noch ein paar andere „Übungen“ aus und entdecken bald, dass diese auch anstrengend waren. Zurück in Augsburg begleitete mich Jonathan in meine Kurse – ich konnte und wollte ihn so früh noch nicht abgeben. Er war eben ein typisches Studiobaby. Meistens friedlich, wenn Musik lief und fröhlich, wenn er mitturnen durfte. Die Kursteilnehmer (viele von ihnen hatten selbst kleine Kinder zuhause) meinten, es wäre ein super Sache, wenn alle ihre Kinder mitbringen könnten. Und so entstand die Idee vom Mama-Baby-Fitnesskonzept. Eine Probestunde mit ein paar Mamas wurde durchgeführt und die Resonanz war durchweg positiv.

Ich bin aber nun niemand, der mal eben schnell was auf den Markt wirft. Das Ganze brauchte Hand und Fuß. Also habe ich erstmal selbst ein paar Weiterbildungen gemacht (Beckenboden, postnatales Training, Babyfitness) und mich mit einer Baby-Physiotherapeutin zusammengesetzt, um ein richtiges und sicheres Konzept zu entwerfen:  fitdankbaby® . Der Name entstand übrigens nach unzähligen Mind Maps und nächtlichem Hochschrecken.

„Das ist es!“ – so muss sich das anfühlen.

Zwei Jahre lang sind die  fitdankbaby® -Kurse in Augsburg bestens gelaufen. Und schließlich reisten Freunde und Bekannte auch von weiter weg extra an, um den Kurs zu besuchen, da es nichts Vergleichbares in ihrem Ort gab. In München zum Beispiel. Schnell tauchte die Frage auf: „Kann ich das nicht in München anbieten?“ Ich war sofort dabei. Dass ich nicht weiter studieren wollte, war schon länger klar – im Fitnessbereich fühlte ich mich zuhause und mein Mann stand voll hinter mir. Es hat trotzdem noch fast ein weiteres Jahr gedauert, bis das erste Ausbildungsseminar stattfinden konnte. Die Marke wurde angemeldet. Die ersten Marketingvorlagen habe ich selbst erstellt (im früheren Leben war ich Mediengestalterin). Für Lizenzverträge habe ich mir Expertenrat geholt. Das Ausbildungskonzept war von Anfang an durchdacht und erprobt, das Skript dazu hat 100 Seiten, war aber verhältnismäßig schnell zu Papier gebracht. Die Seminarteilnehmer standen ja schon in der Warteschlange.

Am längsten gedauert hat die Entwicklung des Gurtes.

Wie ich überhaupt auf den Gurt gekommen sei, der heute ein so wichtiges Abgrenzungsmerkmal ist – das werde ich auch oft gefragt. Mir war irgendwie von Anfang an klar, dass  fitdankbaby®  etwas braucht, das zum einen für die Sicherheit der Babys während der Übungen sorgt und zum anderen das Konzept unterstützt. Ich habe lange nach passenden Möglichkeiten gesucht, bin aber nicht fündig geworden, so dass ich mir schließlich eine Produktionsfirma gesucht habe, die den Gurt vom Material bis zur Veredelung komplett nach meinen Vorgaben fertigt. Als ich das fertige Produkt zum ersten Test endlich in den Händen hielten, wusste ich, dass ich angekommen war. Der Gurt fühlte sich toll an und erfüllte viel mehr als den ursprünglichen Sicherheitsaspekt. Mit ihm lassen sich vielfältige Übungen machen – noch heute entstehen ständig neue.

Seitdem ist  fitdankbaby®  stetig gewachsen. Ich freue mich, dass ich scheinbar von Anfang an vieles intuitiv richtig gemacht habe und ohne Fremdkapital ausgekommen bin. Mittlerweile gebe ich selbst keine Kurse mehr und auch die Trainerausbildung überlasse ich einem tollen kleinen Team. Diese Aufgaben nach und nach abzugeben fiel mir anfangs sehr schwer. Gleichzeitig wusste ich, dass neue Aufgaben auf mich warteten. Mit vielen habe ich gar nicht gerechnet. In die meisten Aufgaben wächst man hinein, einige fallen schwer, andere sind total mein Ding. Für alles andere habe ich meinen Mann und Geschäftspartner, der glücklicherweise genau das mag und kann, was ich nicht mag und kann. Wie es ist, wenn man sich mit seinem Mann eine Firma und das Büro teilt, verrate ich Euch gerne ein andermal.

Fitte Grüße,
Rebecca

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2 Gedanken zu “Mama und Unternehmerin: fitdankbaby® -Gründerin Rebecca erzählt

  1. Bettina Zuenkeler, Auszeit Privat-Praxis schreibt:

    Hallo liebe Rebecca,
    wir haben uns 2017 auf der ersten FEBuB in Bochum auf dem Unigelände kennen gelernt und haben uns sehr nett ein wenig austauschen können.😊
    Wir waren beide Aussteller dort,Du mit Deinem Unternehmen, ich mit meinem ‚MWT by Bettina Zünkeler“.
    Ich würde mich gerne einmal mit Dir in Verbindung setzen, weiß aber nicht,ob dieser „Kanal“ der richtige Weg ist.
    Es geht um die Frage das Kangatraining,welches bisher seit knapp einem Jahr bei mir im Therapiestudio stattfindet zu ersetzen!
    Ich würde mich über eine Antwort von Dir sehr freuen, gerne unter:
    info@auszeit-blankenstein.de
    Liebe Grüße aus dem Ruhrgebiet
    Bettina

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