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Joggen mit Baby – darauf solltest Du achten

Laufschuhe an und los: Joggen gehört zu den unkompliziertesten Sportarten, laufen kann man fast immer und überall und – wem es nichts ausmacht – auch bei jedem Wetter.

Doch nach einer Schwangerschaft? Mit Baby im Kinderwagen? Wenn Du vor der Schwangerschaft schon regelmäßig joggen warst, fragst Du Dich jetzt sicherlich:

Einfach loslaufen, darf ich das überhaupt?

Hier liest Du, worauf Du beim Joggen nach der Schwangerschaft achten solltest:

1. Wann darf ich starten?

In den ersten acht Wochen ist Sport tabu, erlaubt und empfohlen sind lediglich sanfte Rückbildungsübungen zu Hause. Vor allem der Beckenboden ist von der Geburt noch arg mitgenommen und darf anfangs nicht zu stark belastet werden. Antje Berger, Sportwissenschaftlerin, fitdankbaby® -Trainerin und selbst Mama aus Erfurt rät: „Wann man wieder loslegen kann ist sehr individuell und hängt  stark vom Beckenboden und der allgemeinen Befindlichkeit ab. Die allgemeine Faustregel: Frühestens nach drei Monaten, wenn Frauenarzt und Hebamme grünes Licht geben, kann mit angepasstem Training begonnen werden.“ Nach einem Kaiserschnitt oder Geburtsverletzungen sollte man ruhig noch etwas länger warten – und bei Schmerzen sofort aufhören!

Wenn Du merkst, dass Du beim Laufen oder vielleicht auch schon beim schnellen Gehen Urin verlierst, braucht Dein Körper auf jeden Fall noch Zeit. Bevor Du andere Sportarten beginnst, solltest Du Deine Körpermitte festigen – besonders zu empfehlen ist ein guter Beckenbodenkurs.

2. Wie starte ich am besten?

Wie wär’s mit Walken? Es ist schonender für Gelenke und Beckenboden und auch für den Einstieg nach einer längeren Sportpause besser geeignet. „Mit Walken kann man nach einer Schwangerschaft deutlich früher beginnen als mit Joggen“, sagt Antje Berger, die auch  fitdankbaby® -OUTDOOR-Kurse leitet. Wie das geht? Einfach mal bei nächsten Spaziergang mit dem Kinderwagen ausprobieren:

  • gerade und aufrecht gehen
  • die Körpermitte fest machen: Nabel nach innen und Beckenboden nach innen oben ziehen
  • die Zehenspitzen zeigen nach vorne
  • Fersen nacheinander aufsetzen und abrollen
  • die Schritte sind genauso lang wie bei einem normalen Spaziergang
  • der Blick geht schräg nach vorne

Weil beim Walken immer ein Fuß am Boden bleibt, kommen auch keine Erschütterungen am Beckenboden an und die sensible Muskulatur wird geschont.

3. Stört der Kinderwagen dabei nicht?

Der Kinderwagen kann beim Walken oder Joggen schnell nerven, wenn der Griff nicht richtig eingestellt ist, Du dich darauf abstützst und in den Schultern verkrampfst.
Damit das nicht passiert, musst Du den Schiebegriff des Wagens richtig einstellen: Und zwar nicht zu hoch, sondern so niedrig, dass die Schultern locker hängen können und zwischen Ober- und Unterarmen ein 90-Grad-Winkel entsteht
Es macht auch einen Unterschied, wie Du den Schiebegriff hälst – intuitiv wirst Du ihn von oben greifen. Effektiver ist es aber, den Griff von unten zu fassen. Das ist ungewohnt, aber „so entsteht mehr Spannung im Beckenboden“, sagt  fitdankbaby® -Trainerin Antje, und Du trainierst beim Laufen oder Walken automatisch diese wichtige Muskulatur mit.

4. Was muss ich beim Joggen beachten?

Vor allem, dass Du nicht überanstrengst. „Am Anfang ist man oft übermotiviert und verausgabt sich“, sagt Antje. Sie rät: „Am besten mit einer Freundin laufen gehen und das Tempo so anpassen, dass man sich noch gut unterhalten kann.“ Wenn Deine Freundin keine Zeit hat, kannst Du auch mit einer Pulsuhr joggen, sie errechnet dir die ideale Herzfrequenz und damit das passende Tempo. „Für den Anfang sollte man 65  bis 75 Prozent der maximalen Herzfrequenz ansteuern“, sagt Antje. Auch in den  fitdankbaby® -OUTDOOR-Kursen achtet sie darauf, dass der Puls der Mamas in diesem Gesundheitsbereich bleibt und der Körper immer genug Sauerstoff bekommt. Dieses aerobe Training fördert vor allem die Ausdauer. Trotzdem kommt man dabei ins Schwitzen – genug trinken (Wasser, ungesüßten Kräutertee) ist deshalb Pflicht.

Achtung: „Nach einer längeren Pause können anfangs die Gelenke etwas schmerzen, dann sollte man pausieren“, sagt Antje. Gelenke wie Knie oder Hüfte reagieren auch schnell  mal sensibel auf den falschen Untergrund. „Auf Asphalt sollte man, wenn möglich, nicht laufen, die Stoßbelastung ist zu groß“, sagt Antje. Ideal sind Parkwege – auch der Untergrund im Wald eignet sich gut fürs Joggen, ist aber häufig nicht Kinderwagen-kompatibel.

5. In meiner Nähe gibt es keinen  fitdankbaby® -Outdoor-Kurs – welche Übungen könnt Ihr mir empfehlen?

Die  fitdankbaby® -OUTDOOR-Kurse starten immer mit einem Warm-up, einer Runde Lauf-ABC (ohne Sprünge) und einem Kraft-Teil, in welchem man örtliche Gegebenheiten super einbeziehen kann: zum Beispiel Arm- und Rückenübungen an einer Parkbank oder Beinübungen an Treppen oder Baumstümpfen. In der anschließenden Ausdauer-Runde joggt oder walkt jede Mama, wie sie mag, die Kleinen bleiben in der Regel im Kinderwagen.

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Diese Übungen empfiehlt fitdankbaby®-Trainerin Antje, falls Du alleine losziehst:
  • auf Zehenspitzen oder Fersen laufen
  • Knie nach oben oder nach hinten in Richtung Po ziehen, auch zum Aufwärmen
  • Kniebeuge am Wagen: Füße stehen schulterbreit, die Zehenspitzen sind leicht nach außen gedreht, die Hände am Griff. Auf den Atem achten: Während du die Knie beugst, atmest du ein und schiebst den Wagen weg. Beim Ausatmen ziehst du den Wagen wieder heran und richtest dich auf.
  • Dabei immer auf den Beckenboden achten und beim Ausatmen anspannen, kurz halten und beim Einatmen wieder locker lassen.

Antjes Tipp: „Auch beim Walken oder Joggen immer wieder den Beckenboden einbeziehen, beim Ausatmen anspannen und beim Einatmen wieder loslassen.“

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Stehen die Laufschuhe bereit? Oder brauchst Du noch eine kleine Motivation?

Dann lies doch noch die Geschichte von Sandra, die erst durch  fitdankbaby®  überhaupt mit dem Joggen begonnen hat – und es jetzt gar nicht mehr lassen kann. Oder buche direkt einen fitdankbaby® -OUTDOOR-Kurs in Deiner Nähe. In der Gruppe und unter Aufsicht eines qualifizierten Trainers trainiert es sich viel leichter und effektiver.

Brauchst Du noch Tipps oder hast Fragen? Dann stell Sie uns gerne in den Kommentaren!

Wir freuen uns auch über Erfahrungsberichte: Hast du schon einen  fitdankbaby® -OUTDOOR-Kurs gemacht? Joggst Du gerne mit Kinderwagen oder lieber ohne? Was rätst Du anderen Mamas?

Wir sind gespannt!

Fitte Grüße,
Nadja

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Anett Drechsel: Preisgekrönte fitdankbaby-Trainerin

Anett Drechsel aus Chemnitz ist seit 2011 fitdankbaby®-Trainerin und mit ihrem Unternehmen MamiinForm erfolgreich. Im Januar 2016 hat sie den mit 5000 Euro dotierten  sächsischen Gründerinnenpreis gewonnen. Wir haben mit ihr gesprochen.

Wie ist MamiinForm entstanden?

Angefangen hat  alles mit fitdankbaby®. Zu diesem  Konzept dazu habe ich dann noch andere Kurse angeboten und entwickelt – ich wollte die Mamas gerne länger behalten. Schon recht bald gab es zum Beispiel auch das Buggy-Workout, einen Kurs für Schwangere und MamiFit, mittlerweile biete ich auch Kinderturnen, Zumba und Yoga an. MamiinForm hat das größte Angebot dieser Art in der Region Chemnitz, es gibt kein anderes Zentrum für Mütter.

Wie bist du auf fitdankbaby® gestoßen?

Nach dem Studium –ich habe Präventions-, Rehabilitations- und Fitnesssport auf Bachelor hier in Chemnitz studiert – musste ich mir darüber klar werden, wie es weiter geht und habe ganz einfach online recherchiert.  Ich weiß nicht mehr, was ich im Internet eingegeben habe, aber ich bin sehr schnell auf der Seite von fitdankbaby® gelandet. Das Konzept fand ich auf Anhieb toll, es ging mir gar nicht mehr aus dem Kopf und ein paar Tage später habe ich mich für die Ausbildung angemeldet. Ich wusste damals noch gar nicht , was ich genau damit anfangen würde. Aber mein Bauchgefühl war ganz klar: Mach das – und das war richtig so.

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War die Selbständigkeit schon immer ein Ziel für dich?

Das war vorher für mich nie ein Thema. Aber ich wollte nicht im Fitness-Studio arbeiten oder im Reha-Bereich. Dann war relativ schnell klar, dass ich etwas eigenes machen werde. Ich wollte schon immer gern mit Kindern und Babys arbeiten und habe mich in diesem Bereich gesehen. Nach dem Studium habe ich 2011  ein Existenzgründerseminar besucht, einen Businessplan geschrieben, mir alles durchgerechnet. Vor kurzem habe ich mir den Businessplan sogar noch mal angeschaut – schon lustig, was ich mir damals vorgestellt habe und was schließlich daraus entstanden ist.

Klaffen die Vorstellung von damals und die Realität heute weit auseinander?

Schon, im positiven Sinn! Damals habe ich nicht mit so vielen Kursen gerechnet, auch nicht damit, dass ich mal so viele Kursleiter beschäftige. Ich konnte mir auch nicht vorstellen, selbst ein Studio zu haben, aber die Idee dazu kam dann sehr schnell. Am Anfang habe ich mich dort eingemietet, wo ich Kurse gegeben habe, Matten und fitdankbaby®-Gurte hatte ich immer im Auto dabei.

An welchem Punkt hast du beschlossen, selbst Räume anzumieten?

Ich wollte zeitlich unabhängig sein und vor allem: Einen Ort anbieten, an dem sich die Mamas wohl fühlen. Wo sie ankommen, noch gemütlich sitzen und ihre Babys stillen. Mir ist diese entspannte  Atmosphäre wichtig, und das habe ich anderswo nicht gefunden. Schöne Räume waren oft viel zu klein für die Kurse, große nicht so gemütlich. Allein die Tatsache, dass ich mein Angebot immer wieder erweitert habe,  machte eigene Räume nötig, etwa für die Kinderkurse. Etwa zwei Jahre nach dem Beginn meiner Selbständigkeit habe ich angefangen, etwas eigenes zu suchen und habe auch schnell etwas Passendes gefunden. Seitdem gibt es MamiinForm hier an der Zschopauer Straße auf insgesamt 200 Quadratmetern: Zwei Kursräume, Toilette und Dusche und einen gemütlichen Aufenthaltsraum mit kleiner Küche und Sitzecke.

Wie viele Mamas kommen in der Woche?

Insgesamt sind es ungefähr 350, die Außenstellen auf dem Land mitgerechnet – dort bieten wir aber nur fitdankbaby®-Kurse an, zum Beispiel in Hartmannsdorf, Grüna, Annaberg-Buchholz, Freiberg, Flöha und Schwarzenberg.

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Wann kamen die ersten Mitarbeiterinnen dazu?

Auch das ging relativ schnell, weil ich mir zügig Gebiete für fitdankbaby® dazu geholt habe – und weil ich Ende 2013 selbst schwanger wurde. Es war klar, dass ich Unterstützung für die letzte Phase der Schwangerschaft und nach der Geburt brauche. Insgesamt beschäftige ich acht Kursleiterinnen.

Du bist selbst Mama – wie lassen sich Selbständigkeit und Familie vereinbaren?

Sehr gut! Ich kann es mir nicht anders vorstellen, ich liebe das selbstbestimmte Arbeiten! Klar, manchmal habe ich abends keine Lust, mich noch einmal an den Schreibtisch zu setzen, wenn meine Tochter endlich schläft. Aber ich habe die Selbständigkeit noch nie bereut.

Wie kam es, dass du dich für den Preis beworben hast?

Ich wurde vorgeschlagen – von dem Unternehmensberater, bei dem ich das Existenzgründerseminar gemacht habe. Damals war er skeptisch, als er von meiner Idee hörte. Jetzt findet er es natürlich super, wie das Unternehmen gewachsen ist. Und dann hat er mich für den Preis vorgeschlagen.

Steckst du das Preisgeld gleich in dein Unternehmen?

Einen Teil auf jeden Fall. Ich habe eine neue Musikanlage gekauft, Equipment für die Kinderkurse, einen neuen Rechner für mich. Der Rest wird zur Seite gepackt.

Was für Pläne hast du für die Zukunft?

Ich habe da schon einige Ideen im Kopf. Die untere Etage des Studios steht noch leer, müsste renoviert werden – noch einmal 200 Quadratmeter. Ein Therapiebecken dort wäre toll, dann könnten wir fitdankbaby® AQUA anbieten oder Babyschwimmen. Oder ein Café, in dem sich die Mamas treffen können, dazu ein weiterer Kursraum. MamiinForm soll einfach die Anlaufstelle für Mamis und Babys in Chemnitz werden.

Fitte Grüße,
Nadja

Alle Fotos: Vanilla Colours

 

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Die Online-Fitness-Falle

In letzter Zeit schießen immer mehr Online-Trainingsprogramme aus dem Boden. Aus gutem Grund: damit lässt sich richtig viel Geld verdienen – meist aber auf Kosten der Abonnenten und ihrer Gesundheit.

Sicher seid Ihr auch schon im Netz oder im Fernsehen auf die Programme diverser Promis gestoßen. Maria Höfl-Riesch, Daniel Amanati, Arthur Abraham oder Sophia Thiel präsentieren da ihre gestählten Körper. Eines sollte aus deren Lebenslauf aber eigentlich bekannt sein: diese Bodys haben sie nicht durch die angepriesenen 12-Wochen-Prgramme bekommen…

Besonders heikel an diesen Programmen ist, dass sie alle Produkte einer großen Geldmaschinerie sind: der ProSieben-Sat1-Gruppe. Gleiche Website, gleiches Impressum, gleiches Programm – Kosten oder Dauer unterscheiden sich kaum. Das macht diese Konzepte nicht gerade vertrauenserweckend. Es ist fraglich, ob  die Promis überhaupt an „ihren“ Konzepten mitgewirkt haben.

Wie aber erkennt man ein gutes Fitness-Programm?

Als erstes sollte man sich anschauen, wer hinter dem Konzept steht. Wer hat es entwickelt? Welche Kompetenzen hat derjenige? Umfangreiche Ausbildungen im Fitness- und Ernährungsbereich (bei verifizierten und qualitativen Ausbildungsinstituten) sollten ganz klar vorausgesetzt werden. Seriöse Trainer nennen dies auf ihrer Website oder erklären es gerne auf Anfrage. Du kannst zu ihnen selbst Kontakt aufnehmen, E-Mail-Adresse oder Telefonnummer findest du auf der Website. Bei den oben genannten Online-Programmen findet man keine Informationen zum Hintergrund des Konzepts.

Zweiter wichtiger Punkt: Für wen ist das Programm überhaupt gemacht – und für wen ist es geeignet? All diese Konzepte richten sich an jedermann. „Auch du kannst es schaffen!“ „Jeder kann teilnehmen.“ Das halte ich für gefährlich. Jede Person braucht ein angepasstes Training. In Gruppenkursen sollte zumindest die Zielgruppe übereinstimmen. Ist es ein Kurs für Anfänger oder Fortgeschrittene? Für Mütter, für Senioren, für Menschen mit Einschränkung? Dementsprechend ist auf die Übungswahl zu achten.

Bei den Onlineprogrammen entsteht hier eine große Diskrepanz: es wird suggeriert, dass es sich um ein individuelles Training handelt, aber eigentlich gibt es keinerlei Einschränkung oder Zuordnung. Die breite Masse soll angesprochen werden – sonst springt ja dabei nichts raus. Der Kunde (oder Abonnent!) tritt in den Hintergrund. Eine gefährliche Mischung. Im einen Fall bringt das Training einfach nichts. Im schlimmsten Fall entstehen gesundheitliche Schäden. Beispiel: Die in allen Konzepten ganz offensichtlich integrieren Bauchmuskelübungen sind größtenteils für Mütter, die eben erst entbunden haben, absolut schädlich!

Dritter Punkt: Wer bucht solche Fitnessabos? In der Regel sind das Menschen mit einem langen Leidensweg oder zumindest Personen, die schnell und unbedingt abnehmen möchten. Eher Menschen, die nicht in ein Fitnesstudio gehen oder Zeit ihres Lebens Sport gemacht haben. Das heißt, es handelt sich um Kunden, die die Übungen nicht bereits kennen oder wissen, auf was sie achten müssen. Selbstverständlich kann es bei einem Online-Fitnessprogramm keine Korrektur, kein Feedback geben. Woher weiß der Trainierende, ob er die Übung richtig ausführt? Woher weißt er, ob die Intensität angemessen und zielführend ist? Der Effekt: das angestrebte Ziel wird in den meisten Fällen nicht erreicht.

Vorsicht bei Ernährungsplänen

Thema Ernährung: All diese Konzepte integrieren ein Ernährungsprogramm. Gegen eine gesunde Ernährung ist ja erstmal nichts einzuwenden. Aber auch hier sollte gelten: was möchte mein Kunde erreichen und welcher Ernährungsplan ist für ihn geeignet? Verträgt er überhaupt alle angebotenen Lebensmittel oder Nahrungsergänzungsmittel? Sind die vorgeschlagenen Mahlzeiten im Alltag umsetzbar? Beispiel: Jemand, der den ganzen Tag im Büro sitzt wird nicht dreimal frisch kochen. Eine Mehrfachmama, die die ganze Familie bekocht, wird sich nicht zusätzliche Mahlzeiten schnippeln.

Fazit: Egal für welches Training du dich entscheidest, es sollte zu dir passen.

Du musst die Möglichkeit haben, dich vor Trainingsbeginn bei dem Trainer über die Methodik zu informieren und den Trainer kennenzulernen. Der Trainer sollte persönlich für Fragen zur Verfügung stehen und dich vor, während und nach der Trainingsphase begleiten. Er sollte Ansprechparter und Motivator sein. Nichts kann diesen persönlichen Kontakt ersetzen. Und in einer Gruppe mit echten Mittrainierenden steigt die Motivation und nicht zuletzt entstehen hier sogar langjährige Freundschaften.

Fitte Grüße,
Rebecca

 

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Die Bauchlage: Babys erstes Training

Für viele Neugeborene ist die Bauchlage die angenehmste der Welt: Sie kommt der Haltung, die sie mehr als neun Monate lang im Bauch eingenommen haben, am nächsten. In der Bauchlage können sie sich richtig zusammen kuscheln und noch ein bisschen träumen.

Viele Eltern sind aber verunsichert und trauen sich nicht richtig, ihr Baby tagsüber auf den Bauch zu legen. Warum?1geburtshaltung

Die Bauchlage trainiert die Muskeln

Kinderärzte haben herausgefunden, dass die Rückenlage für ein schlafendes Baby am sichersten ist. Das Schlafen in Bauchlage gilt als großer Risikofaktor für den plötzlichen Kindstod. Anders ist das am Tag, wenn das Baby wach und munter ist: Dann sollte es regelmäßig auf dem Bauch liegen und seine Muskeln trainieren. „In meine Praxis kommen Kinder, die mit acht Monaten nur auf dem Rücken gelegen haben“, sagt die Physiotherapeutin Verena Doennig-Wagener, die in ihrer Praxis in Hagen ausschließlich Babys und Kleinkinder behandelt. Sie betont, wie wichtig die Bauchlage für die Entwicklung des Babys ist.

Die meisten Neugeborenen drehen in der Bauchlage automatisch den Kopf zur Seite, instinktiv wissen sie, dass sie so am besten Luft bekommen. Die nächste Übung ist schon schwerer: Den Kopf anheben, ihn gegen die Schwerkraft behaupten und oben halten. Nicht alle Babys üben das entspannt und diszipliniert. Manche finden die Bauchlage richtig doof und beschweren sich lautstark – Mama oder Papa sollten sie trotzdem zu ein paar Minuten Training überreden.

Nicht alle Babys liegen gerne auf dem Bauch

Mit Anregung und etwas Unterstützung geht das gleich viel leichter und das Baby schafft es, immer länger in der Bauchlage zu bleiben. Zum Beispiel auf Mamas Brust oder ihren Oberschenkeln.

Auch ein Handtuch, ein Kissen oder ein gerollter fitdankbaby®-Gurt unter Babys Brust machen die Bauchlage erträglicher und das Baby kann seinen Kopf besser halten. Auch gut: Etwas Druck auf den Po geben oder die Hände vorne stützen. Babys sind anspruchsvoll, sie wollen unterhalten werden – das gilt erst recht, wenn sie keine großen Fans der Bauchlage sind. Spannendes Spielzeug im Gesichtsfeld oder Krabbelverse auf dem Rücken – etwa die „Kleine Schnecke“ – sorgen für die nötige Unterhaltung.

Wenn einer den Rücken krabbelt, macht die Bauchlage gleich mehr Spaß

Wenn Mama den Rücken krabbelt, macht die Bauchlage mehr Spaß

Etwas größere Babys (sobald sie sich auf die geöffneten Hände stützen) finden dieses Bewegungsspiel toll:

Mama sitzt auf den Fersen, das Baby liegt in der Bauchlage auf ihren Oberschenkeln. Jetzt das Baby mit beiden Händen an seiner Brust stützen und nach vorne wandern lassen, bis die Babyhände Bodenkontakt haben. Das Baby soll die Arme durchstrecken und den Kopf heben. Wenn das gut klappt, das Baby immer weiter nach vorne bewegen. Dazu muss es den Rumpf oben halten. Später kann es auch nur noch an den Oberschenkeln gefasst werden.

Regelmäßiges „Training“ in der Bauchlage ist wichtig, denn nur so kräftigen die Kleinen  Nacken- und Rückenmuskulatur. Und das ist wichtig für die nächsten Entwicklungsschritte: Drehen, robben, krabbeln, laufen.  Auch einem flachen Hinterkopf kann man so vorbeugen.

Kampf gegen die Schwerkraft: Den Kopf oben halten

Kampf gegen die Schwerkraft: Den Kopf oben halten

Die nächsten Entwicklungsschritte: Kopf heben, Hände aufstützen

Mit abgeschlossenen drei Monaten können  Babys den Kopf heben und geradeaus schauen. Dabei stützen sie sich auf die Unterarme. Manche Babys pfeifen auf die Angaben aus Lehrbüchern und Entwicklungskalendern, sind entweder früher oder etwas später dran. Das sollte frisch gebackene Eltern nicht verunsichern: Jedes Kind hat sein eigenes Tempo.

Hallo Welt: Als nächstes stützt sich das Baby mit Händen oder Ellenbogen ab

Hallo Welt: Als nächstes stützt sich das Baby mit Händen oder Ellenbogen ab

Ist der Nacken stark und bleibt der Kopf oben, folgt der nächste Schritt: Das Baby stützt sich mit Ellenbogen und Händen ab. Mit etwa sechs Monaten kann es Arme und Beine von sich strecken und damit rudern. Die meisten bringen sich jetzt selbst von der Rücken- in die Bauchlage. Und sind nicht selten frustriert, wenn es mit dem Rückweg nicht auf Anhieb klappt. Aber auch das ist nur eine Frage der Zeit.

Der Vierfüßler: Vorstufe zum Krabbeln

Der Vierfüßler: Vorstufe zum Krabbeln

Auch für den folgenden Entwicklungsschritt ist die Bauchlage wichtig: Denn wenn Babys in den Vierfüßlerstand, ins Robben oder Krabbeln übergehen, tun sie das aus der Bauchlage heraus.

Tipps für einen sicheren Babyschlaf

Schlafen sollten sie allerdings ausschließlich auf dem Rücken: Am besten im Gitterbett neben dem Elternbett, ohne Decken, Kissen oder Kuscheltiere. Ein warmer Schlafsack reicht. Mehr Informationen zur Vermeidung des plötzlichen Kindstods gibt es auf dieser Seite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Fitte Grüße,
Nadja

Rebecca mit ihren Kindern

Mama und Unternehmerin: fitdankbaby® -Gründerin Rebecca erzählt

Die besten Ideen entstehen aus der Situation heraus. Und sie wachsen langsam. Meine Firma bezeichne ich gerne als mein drittes Baby, vor allem, weil sie mittlerweile zur Familiensache geworden ist. Auch mein Mann ist heute zu 100 Prozent  fitdankbaby® -Geschäftsführer. Und hier schreibe ich über die Geburt unserer kleinen Geschäftsidee.

2007 war ein tolles Jahr – wir durften unseren Sohn Jonathan in den Armen halten. Es war ein Julitag. Gewitternacht. Glücklicherweise gleich Sommerferien, so dass ich den verdienten Mutterschutz genießen konnte, denn im Herbst warteten schon wieder meine Tanz- und Fitnesskunden (ich war bereits als Trainerin für Kinder und Erwachsene tätig). Aber bis dahin genoss ich die Zeit und begleitete meinen Mann auf eine Geschäftsreise nach Berlin. Im Hotel dort lachte mich mein Sohn das erste Mal so richtig an. Und zwar, als ich ihn auf meinen Beinen schaukelte. Das mussten wir am Abend gleich dem Papa zeigen. Wir probierten noch ein paar andere „Übungen“ aus und entdecken bald, dass diese auch anstrengend waren. Zurück in Augsburg begleitete mich Jonathan in meine Kurse – ich konnte und wollte ihn so früh noch nicht abgeben. Er war eben ein typisches Studiobaby. Meistens friedlich, wenn Musik lief und fröhlich, wenn er mitturnen durfte. Die Kursteilnehmer (viele von ihnen hatten selbst kleine Kinder zuhause) meinten, es wäre ein super Sache, wenn alle ihre Kinder mitbringen könnten. Und so entstand die Idee vom Mama-Baby-Fitnesskonzept. Eine Probestunde mit ein paar Mamas wurde durchgeführt und die Resonanz war durchweg positiv.

Ich bin aber nun niemand, der mal eben schnell was auf den Markt wirft. Das Ganze brauchte Hand und Fuß. Also habe ich erstmal selbst ein paar Weiterbildungen gemacht (Beckenboden, postnatales Training, Babyfitness) und mich mit einer Baby-Physiotherapeutin zusammengesetzt, um ein richtiges und sicheres Konzept zu entwerfen:  fitdankbaby® . Der Name entstand übrigens nach unzähligen Mind Maps und nächtlichem Hochschrecken.

„Das ist es!“ – so muss sich das anfühlen.

Zwei Jahre lang sind die  fitdankbaby® -Kurse in Augsburg bestens gelaufen. Und schließlich reisten Freunde und Bekannte auch von weiter weg extra an, um den Kurs zu besuchen, da es nichts Vergleichbares in ihrem Ort gab. In München zum Beispiel. Schnell tauchte die Frage auf: „Kann ich das nicht in München anbieten?“ Ich war sofort dabei. Dass ich nicht weiter studieren wollte, war schon länger klar – im Fitnessbereich fühlte ich mich zuhause und mein Mann stand voll hinter mir. Es hat trotzdem noch fast ein weiteres Jahr gedauert, bis das erste Ausbildungsseminar stattfinden konnte. Die Marke wurde angemeldet. Die ersten Marketingvorlagen habe ich selbst erstellt (im früheren Leben war ich Mediengestalterin). Für Lizenzverträge habe ich mir Expertenrat geholt. Das Ausbildungskonzept war von Anfang an durchdacht und erprobt, das Skript dazu hat 100 Seiten, war aber verhältnismäßig schnell zu Papier gebracht. Die Seminarteilnehmer standen ja schon in der Warteschlange.

Am längsten gedauert hat die Entwicklung des Gurtes.

Wie ich überhaupt auf den Gurt gekommen sei, der heute ein so wichtiges Abgrenzungsmerkmal ist – das werde ich auch oft gefragt. Mir war irgendwie von Anfang an klar, dass  fitdankbaby®  etwas braucht, das zum einen für die Sicherheit der Babys während der Übungen sorgt und zum anderen das Konzept unterstützt. Ich habe lange nach passenden Möglichkeiten gesucht, bin aber nicht fündig geworden, so dass ich mir schließlich eine Produktionsfirma gesucht habe, die den Gurt vom Material bis zur Veredelung komplett nach meinen Vorgaben fertigt. Als ich das fertige Produkt zum ersten Test endlich in den Händen hielten, wusste ich, dass ich angekommen war. Der Gurt fühlte sich toll an und erfüllte viel mehr als den ursprünglichen Sicherheitsaspekt. Mit ihm lassen sich vielfältige Übungen machen – noch heute entstehen ständig neue.

Seitdem ist  fitdankbaby®  stetig gewachsen. Ich freue mich, dass ich scheinbar von Anfang an vieles intuitiv richtig gemacht habe und ohne Fremdkapital ausgekommen bin. Mittlerweile gebe ich selbst keine Kurse mehr und auch die Trainerausbildung überlasse ich einem tollen kleinen Team. Diese Aufgaben nach und nach abzugeben fiel mir anfangs sehr schwer. Gleichzeitig wusste ich, dass neue Aufgaben auf mich warteten. Mit vielen habe ich gar nicht gerechnet. In die meisten Aufgaben wächst man hinein, einige fallen schwer, andere sind total mein Ding. Für alles andere habe ich meinen Mann und Geschäftspartner, der glücklicherweise genau das mag und kann, was ich nicht mag und kann. Wie es ist, wenn man sich mit seinem Mann eine Firma und das Büro teilt, verrate ich Euch gerne ein andermal.

Fitte Grüße,
Rebecca

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Joggen dank Baby – mit fitdankbaby

Motiviert vom  fitdankbaby® -Kurs hat Sandra mit dem Laufen angefangen – im Jogger immer mit dabei: Söhnchen Valentin. Hier erzählt sie ihre geschichte:

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„Eigentlich war ich immer eher der unsportliche Typ. Aber meine Schwangerschaftspfunde wollte ich schon loswerden. Nach der Geburt meines Großen habe ich daheim ein paar Übungen ausprobiert, aber das hat wenig gebracht und auch keinen Spaß gemacht. Als Valentin dann zur Welt kam, gab es fitdankbaby®  endlich auch bei uns in der Oberpfalz und wir haben zusammen den ersten Indoor-Kurs gemacht.

Und eines Tages kam im Kurs die Idee auf, wir könnten doch zusammen joggen und uns bei einem Firmenlauf anmelden! Wir Mamas, zusammen mit unseren Kids. Alle waren begeistert – da konnte ich schlecht nein sagen.

Aber ich hatte sowas noch nie gemacht. Die Übungen im Kurs waren ok, aber joggen?

Die nächsten drei Monate waren hart. Anfangs war ich schon nach 500 Metern platt, habe gekeucht und hatte Seitenstechen. Aber es hat mich angespornt. Valentin saß vorne im Jogger und hatte riesigen Spaß. Normalerweise ist er ganz schön quirlig, aber im Wagen ist er immer total entspannt, wenn ich jogge, das gefällt ihm. Wir sind im Park gelaufen oder im Wald, die Strecken wurden länger. Irgendwann habe ich die drei Kilometer ohne Pausen geschafft, später sogar 7,5 Kilometer – meine weiteste Strecke! Ich war so stolz! Nicht jeder hat an mich geglaubt, einige meinten, ich schaffe das nicht, aber das war mir egal. Valentin und ich haben das Training genossen, es hat mir gut getan, das war die Hauptsache.

Dann kam der Nord-Oberpfälzer-Firmenlauf in Tirschenreuth, 28. Mai 2014. Und es schüttete wie aus Eimern. Deshalb bin ich ohne Valentin gelaufen, ich wollte es ihm nicht antun, bei dem Wetter im Jogger unter dem Regenschutz zu sitzen. Dafür hat mich meine Familie am Streckenrand mächtig angefeuert, das war toll!

Ich hatte mir vorgenommen, die 6,3 Kilometer in 50 Minuten zu schaffen – tatsächlich war ich aber schon nach 43 Minuten im Ziel!
Ein irres Gefühl!

Valentin und ich haben danach noch einen Indoor- und einen Outdoor-Kurs gemacht, jetzt ist er mit seinen zwei Jahren leider schon zu groß für fitdankbaby® !

Die Kurse haben mich vom Sportmuffel zur Sportbegeisterten gemacht.

Heute laufe ich regelmäßig, ein- bis zweimal die Woche – hätte mir das vor dem fitdankbaby® Kurs jemand erzählt, ich hätte ihn wohl ausgelacht.

Danke, fitdankbaby® !“

Sandra

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Sandra mit Sohn Valentin beim Indoor-KursV

fitdankbaby® hat nicht nur Sandra motiviert – beim Röntgen-Lauf in Remscheid war eine ganze Gruppe Mamas dabei – tolle Leistung, Mädels!

Wir sind schon vier! Und unsere Mama ist fit und aktiv!

Trainerin werden: Erfolgreich mit fitdankbaby

Cordelia Tschersich (33) hat vier Kinder und ist fitdankbaby®-Lizenznehmerin in Bochum
Hier ist ihre Geschichte:

„Als meine älteste Tochter vier Monate alt war, sind wir von Bochum nach München gezogen. Sie war ein Schreibaby, viele der „normalen“ Babykurse konnte ich mit ihr einfach nicht machen. Ich selber hatte mit Sport nie viel am Hut – ich bin eigentlich Sozialpädagogin und Theologin und war vorher in der christlichen Jugendarbeit tätig – aber irgend etwas wollte ich machen.

Als ich von fitdankbaby® hörte, habe ich eine zaghafte Mail an Marion Seitz geschrieben. Ob das möglich wäre, mitzumachen? War es! Und mein Kind fand es sofort super! So bin ich durch meine Tochter dann doch zum Sport gekommen – das war Ende 2010, Anfang 2011. Beim zweiten Kurs war mein Schreibaby wie ausgewechselt, sie hat gelacht und sich gefreut. Und ich mich erst! An fitdankbaby® gefällt mir vor allem das Gesamtkonzept – normale Krabbelgruppen sind nicht so meins. Hier war die Altersspanne größer, es gab keine großen Vergleiche – was kann mein Baby schon und deines nicht? – und keinen Druck. Ich konnte gemeinsam mit meinem Baby etwas machen, wir beide hatten etwas davon.

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Trainerin Cordelia: Schwanger mit Baby Nr. 4 bei einem ihrer Kurse in Bochum

Ich war gleich so begeistert, dass ich überlegt habe, selbst Trainerin zu werden.

Aber ohne Vorwissen und sportlichen Background? Im Sommer 2012, wir waren inzwischen wieder zurück in Bochum und unser zweites Kind geboren, habe ich die Ausbildung gemacht. War das anstrengend! Als Quereinsteigerin hatte ich einen hohen Anspruch an mich und ich war so nervös! Anfangs habe ich unglaublich viel Zeit in die Vorbereitung investiert und prompt war in meinem allerersten Kurs eine Fitness-Trainerin mit ihrem Baby… Aber sie fand’s klasse!

Heute laufen unter meinem Namen etwa zehn Kurse pro Woche in Bochum und Umgebung, ich selbst gebe aktuell vier, den Rest freie Mitarbeiterinnen, die natürlich auch die Ausbildung haben. Viele Mamas kommen über eine Hebammenpraxis oder das fitdankbaby®-Portal zu uns, insgesamt sind es etwa 100. Wenn ich Kurse gebe, betreut mein Mann die Kinder, selbst nehme ich sie selten mit – ich will mich voll auf den Kurs konzentrieren können.

Unsere Familie ist gewachsen, im Oktober 2015 wurde Nummer 4 geboren.

Nach der Geburt des dritten bin ich nach etwa 12 Wochen wieder eingestiegen, diesmal will ich mir länger Zeit lassen, sechs Monate sind geplant. Natürlich ist es manchmal ein Spagat und es gibt Tage, an denen ich mich frage, wie ich das alles schaffen soll. Aber ein Leben ohne fitdankbaby®? Da wäre ich wahrscheinlich schnell unterfordert und würde mich langweilen. Ich hätte nie gedacht, dass ich mich mal selbständig mache, aber mit fitdankbaby® war das sehr einfach und Risiko sehr überschaubar.

Und ich bin nicht allein: Das fitdankbaby®-Netzwerk ist super, der Austausch mit den anderen Trainern macht großen Spaß – und steckt an: Drei Mamas, die früher mit ihren Babys bei mir im Kurs waren, haben mittlerweile auch die Ausbildung gemacht und arbeiten als Trainerinnen für mich.“

Tolle Frau, tolles Vorbild! Du würdest gerne die Trainerausbildung machen? Hinweis: Um an der Ausbildung teilnehmen zu können, brauchst du eine Grundausbildung im Fitnessbereich. Wenn du Quereinsteigerin bist, kannst zu z.B. auch an unserem Basis Modul Groupfitness teilnehmen, um die erforderlichen Basics zu lernen.  Hier kommst du direkt zu den wichtigsten Infos auf der fitdankbaby®-Website.

Fitte Grüße,
Nadja

Women with fat belly and stretch marks

Bauchmuskeln trainieren? Ja – aber richtig!

Viele Übungen sind für Frauen nach der Geburt nicht sinnvoll. Warum? Das erfährst Du hier:

Das Baby ist da – der Baby-Bauch leider auch noch. Von Rückbildungsgymnastik bleibt er unbeeindruckt und die vielen Kilometer mit dem Kinderwagen sind zwar gut für deine Kondition – einen flachen Bauch machen sie nicht.

Was tun? Den Bauch trainieren natürlich! Aber es kommt darauf an, wie: Denn nach der Schwangerschaft darfst du nicht alles machen.

Crunches (die typische Bauchpresse: in der Rückenlage werden Kopf und oberer Rücken abgehoben) oder Sit-ups  (vollständiges Aufrollen aus der Rückenlage) zum Beispiel sind tabu.

Warum?

Mit Sit-ups trainiert man vor allem die geraden Bauchmuskeln (Musculus rectus abdominis), sie ziehen sich bis vom Schambein bis zum Rippenbogen. Sind sie sehr definiert, nennt man das auch „Waschbrettbauch“ oder „Sixpack“ – nach einer Schwangerschaft sollte das aber nicht dein Ziel sein.

Denn: Die geraden Bauchmuskeln haben vor der Geburt deines Kindes ganz schön was geleistet. Um Platz für das Baby und die wachsende Gebärmutter zu machen, haben sie sich während der Schwangerschaft auseinander geschoben.

Den Spalt, der so entstanden ist, nennt man auch Rectusdiastase. Eine Breite von zwei Zentimetern ist nach einer Geburt durchaus normal. Deine Hebamme oder fitdankbaby®-Trainerin kann dir zeigen, wie du nach der Geburt den Spalt ertastest. Sie erklärt dir auch, wie du im Alltag deine Bauchmuskeln schonst – indem du zum Beispiel über die Seite aufstehst und dich nicht zuerst mit dem Oberkörper aufrichtest.

Sit-ups würden jetzt nur dazu führen, dass sich der Spalt nicht schließt, sondern sogar vergrößert. Nach einer Schwangerschaft sind die geraden Bauchmuskeln für diese Belastung noch nicht bereit. Zudem entsteht bei Sit-ups großer Druck im Bauchraum, der sich negativ auf den – noch schwachen – Beckenboden auswirken kann. Deshalb solltest du in der nächsten Zeit auch nichts Schweres heben und anstrengende körperliche Tätigkeiten vermeiden.

Bleibt die Rectusdiastase unbehandelt, kann das zu starken Rückenschmerzen führen. Dann wendest du dich am besten an einen Orthopäden oder Physiotherapeuten.

Die gute Nachricht: Um die geraden Bauchmuskeln brauchst du dich jetzt noch gar nicht zu kümmern. Das Ziel ist es jetzt, den Spalt mit gezieltem Training zu schließen und zu verhindern, dass er sich nicht weiter öffnet

Und wie? Indem du dich um die queren und schrägen Bauchmuskeln kümmerst!

Das sind:

– die beiden schrägen Bauchmuskeln (Musculus obliquus externus/internus abdominis)
und der quer verlaufende Bauchmuskel (Musculus transversus abdominis)

musculus_transversus_kl

Mit dem richtigen Training stabilisieren sie den Bauch von innen und ziehen den Spalt wieder zusammen.

Die Übungen in den  fitdankbaby®-Kursen  sorgen dafür, dass sich der Spalt schonend und sicher wieder schließt.

Hier ein paar Beispiele:

Plank kurz

Unterarmstütz: Stütze dich auf die Unterarme und mache den Rücken schön lang. Nun versuche, den Bauchnabel nach innen zu ziehen und den Beckenboden anzuspannen ⇒ Dein Bauch wird dabei flacher.  Währenddessen weiteratmen! Wenn das gut klappt, kannst du im nächsten Schritt die Knie vom Boden lösen und einige Sekunden halten.

Plank mit Baby

Plank oder „Brett“: Eine anspruchsvolle Übung für den ganzen Körper insbesondere für die Rumpfmuskulatur. Spannung in Bauch und Beckenboden halten, weiteratmen, im Schulterbereich nicht einknicken. Steigere dich von 10 Sekunden auf zwei Minuten!

Seitplank

Sideplank oder Seitstütz: Eine ähnliche Übung kannst du auch aus der Seitlage heraus machen. Einsteiger lassen die Knie am Boden und heben nur das Becken, Fortgeschrittene machen die Übung wie auf dem Bild. Diese Übung kräftigt insbesondere die seitliche Bauchmuskulatur.

Es gibt viele tolle Bauchmuskel-Übungen – Sit-ups müssen nicht sein!

Die kleine Kugel am Bauch, die Außenstehende schon mal mit einer neuen Schwangerschaft verwechseln können, heißt im Englischen übrigens „Baby Bump“ – und nach drei Schwangerschaften ist auch der Bauch von Hollywood-Schauspielerin Jennifer Garner („30 über Nacht“) nicht mehr so flach wie früher. Und sie hat Frieden mit ihrer kleinen Kugel geschlossen.

Ein sehr charmantes Video:

Fitte Grüße,
Nadja