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Sport in der Schwangerschaft – fit dank Babybauch

Zu Beginn einer Schwangerschaft denken werdende Mamas an vieles: Darf ich noch Salami essen? Brauchen wir wirklich jetzt sofort ein größeres Auto? Wann hört diese Übelkeit endlich auf? Warum du jetzt aber auch an Sport denken solltest, verraten wir dir hier!

Auch wenn viele Schwangere unsicher sind und manche Ärzte sogar immer noch dazu raten, sich in der Schwangerschaft zu schonen: Sport tut gut! Und zwar Mama und Baby gleichermaßen. So sind zum Beispiel Babys, deren Mütter während der Schwangerschaft viel Sport gemacht haben, direkt nach der Geburt fitter und haben bessere APGAR-Werte. Auch die Wahrscheinlichkeit für einen Kaiserschnitt oder Komplikationen unter der Entbindung sinkt, wenn sich die Schwangere regelmäßig und ausreichend bewegt hat.

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Mehr Sport = weniger Ängste, weniger Schmerzen

Sportwissenschaftler und Mediziner konnten in Studien belegen, dass Sport in der Schwangerschaft einen positiven Einfluss auf Stressempfinden, Depressionen und Ängste hat. Aktive Schwangere fühlen sich außerdem in ihrem Körper wohler und sind selbstbewusster. Das erhöht auch die Bereitschaft für eine aktive und selbstbestimmte Geburt. Denn eines darf man nicht vergessen: Sport – ob Yoga, Schwimmen oder Joggen – verbessert die Wahrnehmung des eigenen Körpers und das hilft während der Geburt ungemein. Weitere Studien legen nahe, dass sportliche Frauen eine höhere Schmerztoleranz haben und unter der Geburt weniger Schmerzmittel brauchen.

Sport in der Schwangerschaft wirkt sich nicht nur allgemein positiv auf die Gesundheit aus: Bewegung kann auch vor Schwangerschaftsdiabetes schützen oder – falls es zu Gestationsdiabetes kommt – als Therapie eingesetzt werden. So kann zum Beispiel Ausdauertraining die Gabe von Insulin hinauszögern oder ganz vermeiden.

Auch das Risiko für eine Praeklampsie („Schwangerschaftsvergiftung“) sinkt je  mehr sich die Schwangere sich bewegt. Ist auch logisch, denn bei einer Praeklampsie ist ist der Blutdruck stark erhöht – Sport sorgt dafür, dass die Werte unten bleiben. Schwangere, die bereits einen erhöhten oder zu hohen Blutdruck haben, sollten mit ihrem Frauenarzt besprechen, ob sie Sport treiben dürfen.

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Fast jeder Sport ist erlaubt

„Grundsätzlich aber dürfen Schwangere immer Sport treiben, wenn es ihnen gut geht und es keine Komplikationen gibt“, sagt die Münchner fitdankbaby® -Trainerin Marion Seitz. Trotzdem gibt es Sportarten, die sich mit einer Schwangerschaft nicht gut vertragen, zum Beispiel Ball- und Mannschaftssportarten, Mountainbiking, Training auf einer Vibrationsplatte, anstrengende Bauchmuskelübungen („Crunches“) oder Kampfsport. Auch Klettern oder Bergwandern über 2000 Meter ist tabu: „Zum Einen wegen der Sturzgefahr, zum anderen weil in der Höhe weniger Sauerstoff zur Verfügung ist – Schwangere aber rund 36 Prozent mehr brauchen“, sagt Marion Seitz.

Krafttraining ist für Leistungssportlerinnen okay, Ungeübte sollten es jetzt nicht mehr ausprobieren. Überhaupt ist eine Schwangerschaft nicht der beste Zeitpunkt, mit völlig neuen Sportarten zu beginnen. Gerade wer vorher wenig Zeit fürs Sporteln hatte, sollte es eher mit sanften Varianten wie Yoga oder Walken versuchen. Wer schon vor der Schwangerschaft regelmäßig joggen war, kann das auch weiterhin tun – sollte aber daran denken, dass beim Joggen die Belastung für den Beckenboden sehr hoch ist.

Perfekt: Schwimmen oder Aquafitness. „Im Wasser kann man sich gut bewegen, fühlt sich leichter und die Gelenke sind entlastet“, sagt Marion Seitz.

Auch die Experten der Deutschen Sporthochschule Köln empfehlen Aquafitness oder Gruppenkurse, wie zum Beispiel fitdankbaby® -PRE.

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Das passiert bei fitdankbaby® -PRE

„Der Ablauf ist ähnlich wie in unseren anderen Kursen“, erklärt Marion Seitz. „Wir beginnen mit Warm-up und Mobilisation, immer abhängig davon, wie weit und wie fit die Schwangeren sind.“ Die Übungsblöcke bauen aufeinander auf, „wir fangen im Stehen an und gehen dann langsam nach unten, immer angepasst an die Bedürfnisse der Schwangeren.“

Ein Schwerpunkt ist die Sturzprophylaxe mit Gleichgewichts- und Balanceübungen. „Durch den verlagerten Schwerpunkt in der Schwangerschaft erhöht sich die Sturzgefahr“, erklärt fitdankbaby®-Trainerin Marion Seitz.

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Rückenschmerzen vermeiden

Marions Tipp: „Den Bauch nicht nach vorne strecken, wie man es manchmal in Filmen sieht, nicht ins Hohlkreuz gehen – das macht nur Rückenschmerzen.“

Auch wichtig: Kräftigungsübungen für die Geburt. Entscheidend dafür sind die Beine. Warum? Erstens tragen sie in der Schwangerschaft das ganze Gewicht, zweitens zahlt sich Kraft in den Beinen unter der Geburt aus. Der fitdankbaby® -Gurt ist während der Übungen oft integriert, mal gerollt, mal gefaltet.

Auch die Zeit nach der Geburt ist Thema in den fitdankbaby® -PRE Kursen, zum Beispiel: Wie trägt man das Baby rückenschonend? Worauf sollte man beim Kinderwagenschieben achten – auch hier kann man nämlich viel für den Beckenboden tun!

Ob es nun der fitdankbaby® -PRE Kurs ist, die Yogastunde oder die Walking-Einheit im Park:

Sport tut gut, erleichtert die Schwangerschaft und macht Baby und Mama glücklich!

Falls du dich für einen fitdankbaby® -PRE Kurs interessierst, findest du hier mehr Informationen.

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5 Gedanken zu “Sport in der Schwangerschaft – fit dank Babybauch

  1. Daniel schreibt:

    Toller Artikel, uns war es auch wichtig, auch in der Schwangerschaft Sport zu treiben.
    Und wie uns jetzt auch gerade unsere Interviewpartnerin vom Portal „Sport und Schwangerschaft“ der Deutschen Sporthochschule Köln verraten ist, ist das auch die beste Vorbereitung auf die Geburt. Solange die Mama auf Ihren Körper hört, ist Sport sowohl für Mama als auch für das Baby eine sehr gute Sache.

    Das Interview findest du, falls es dich interessiert, natürlich auf unserem Blog: http://www.tatsaechlich-familie.de

    Liebe Grüße
    Daniel

  2. Andrea schreibt:

    Sehr interessanter Beitrag! :) Ein sehr umstrittenes Thema, wo die Meinungen immer wieder auseinander gehen. Ich sehe aber eigentlich auch keine Problematik darin, solange man nicht übertreibt und sich wohl fühlt.

  3. Madeleine schreibt:

    An dieser Stelle erst mal vielen Dank für die vielen wertvollen Informationen, die man in diesem Beitrag / Blog finden kann. Das Internet ist ja voll mit Informationen zum Thema Schwangerschaft und leider lassen sich viele werdende Mütter gerade beim ersten Kind total irre machen. Da ich selber einen Sohn habe, weiß ich nur zu gut, wie ein Kind das Leben schlagartig verändert. Wie gesagt, Daumen hoch für den Blogbetreiber / Blogbetreiberin für die Zeit bzw. Arbeit, die hier investiert wird. Gerade wenn man Kinder hat, ist es schon ein Kunststück sich für sowas Zeit zu nehmen. Liebe Grüße

  4. Anna schreibt:

    Vielen dank für die tollen Informationen. Ich bin auch im 3 Monat Schwanger und mach gerne Sport habe aber Angst das ich was falsch machen könnte.
    Gruß Anna

    • Nadja Katzenberger schreibt:

      Liebe Anna,
      danke für deinen Kommentar! Wenn du dir unsicher bist, welchen Sport du in der Schwangerschaft machen darfst, dann sprich am besten mit deiner Frauenärztin oder Hebamme darüber.
      Fitte Grüße, Nadja

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