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Wozu ein Rückschlag manchmal gut ist. Und am Ende sowieso alles gut wird.

Vielleicht liegt es an Weihnachten oder den vielen schrecklichen Nachrichten, die einen gerade so ereilen. Aber momentan lese ich von vielen Mompreneurs, dass sie Schwierigkeiten mit ihrem Business haben und am liebsten alles hinwerfen würden. Glaubt mir – an dem Punkt ist jeder Mal. Oder öfter. Oder … zu oft? Als ich letzte Woche meinen Sohn mit Blaulicht ins Krankenhaus begleiten musste, habe ich mir ein paar Gedanken dazu gemacht. Deshalb gibt es heute mal ein paar sehr persönliche Einblicke von mir.

Zusammengefasst waren die letzten Wochen ziemlich stressig. Also so richtig. Als Geschäftsführer von fitdankbaby und Eltern von zwei Kindern haben mein Mann und ich immer viel zu tun. Und ich beschwere mich in der Regel gar nicht darüber, weil ich meine Arbeit liebe. Aber manchmal muss man sich mit furchtbarem Kleinkram aufhalten. Oder technischen Problemen beim Einrichten eines neuen Rechners. Ihr kennt das. Dazu kam die Planung unserer Convention zum 10-jährigen Bestehen, die Konzeption mehrerer neuer Produkte, Online-Adventskalender, Marketingplan 2017 und, und, und. Das geht an die Substanz und die Nerven. Am Ende muss leider oft der Partner herhalten.

Da mein Mann und ich recht unterschiedliche Charaktere sind und ganz verschieden arbeiten, läuft es bei uns. Ich bin da ganz sicher. Denn wir vereinen einfach viele Kompetenzen und können immer verschieden Blickwinkel einnehmen. Aber gerade, wenn dann schnelle Entscheidungen her müssen, kann es auch anstrengend werden. So saßen wir  in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag bis 2.30 Uhr am Esstisch beim Meeting, um alles noch fertig zu bekommen. Erklärtes Ziel: am nächsten Tag klar Schiff machen. Also morgens das Team gebrieft und losgelegt.

„Können Sie bitte Ihr Kind holen?

Eine Stunde später der Anruf von der Schule: „Können Sie bitte Ihr Kind holen? Er hat sich am Kopf verletzt.“ Erste Reaktion: „Nicht das auch noch… – nicht schon wieder…!“ Mir war zum Heulen. Aber tatsächlich gar nicht wegen des Kindes (Hintergrund: wir mussten ihn schon öfter holen und es war nie etwas Ernsthaftes und es klang auch nicht so…) sondern wegen des absehbar verlorenen wichtigen Arbeitstages. Trotzdem bin ich natürlich gleich los.

15491507_1342397749133440_1625655681_o 15631369_1342397545800127_410915648_oZehn Minuten später sah ich schon den Notarzt vor der Schule. Aus dem Frust wurde schlagartig tiefe Angst und Unsicherheit. Als ich meinen Sohn da liegen sah, hatte ich noch dazu eine so schlechtes Gewissen, weil es dieses Mal eben doch ernster schien. Unter Tränen rief ich meinen Mann an. Als wir dann vor dem Notarztwagen auf eine Entscheidung warteten, war uns alles Drumherum egal. Ganz ehrlich: es ist doch keinen Stress wert, ob eine Mail am Montag oder Dienstag verschickt wird oder ob jemand jetzt einen Tag länger auf eine Antwort warten muss. Das vergesse ich leider oft. Ich möchte immer schnell reagieren und alles gleich erledigen können. Mit Kindern klappt das eh nie.

Wir fuhren dann mit Blaulicht ins Krankenhaus und verbuchten das im Nachhinein als Erlebnis.  Zusammengefasst war es wohl lediglich ein wilderes Spiel, das in einer Erschöpfung endete und er ist hart gefallen. Er war eine Nacht im Krankenhaus und am nächsten Tag war alles wieder in Ordnung. Nochmals gut gegangen… Die Moral aus der Geschichte: Die Familie steht immer im Vordergrund. Manchmal muss einem das das Universum mit dem Holzhammer vermitteln. 

Im Krankenhaus hatte ich dann die Gelegenheit, unsere Situation nochmals intensiver zu betrachten. Und siehe da: wir sind ansonsten gerade alle (wieder) gesund und freuen uns auf Weihnachten. Unsere Kinder sind nicht immer einfach, aber ich bin ihnen so dankbar. Weil überhaupt nur durch sie alles entstehen konnte und sie einen so erden. Mein Mann und ich sind seit 12 Jahren verheiratet und arbeiten immer noch super gerne zusammen.  Dass wir diese ganze viele Arbeit haben, ist ein Segen, weil sie uns Bestätigung gibt . Unser Laden läuft unfassbar gut. Wir haben ein tolles Team.  Das Feedback von Trainern und Mamas ist großartig und gibt unglaublich viel zurück. Für das nächste Jahr stehen so viele Herausforderungen bevor, die gleichzeitig tolle Chancen sind.

15658104_1342403255799556_345852702_oSicher haben einige unter euch viel größere Rückschläge erlebt. Mein Erlebnis von letzter Woche war im Vergleich wahrscheinlich nichts dagegen. Aber viele Menschen lassen sich von Dingen unterkriegen, die es nicht wert sind!  Ich hoffe, es geht euch beruflich und privat gut. Und falls es euch momentan nicht so vorkommt, dann versucht euch doch die guten Seiten immer wieder vorzuhalten. Auch die schlechten haben ihren Sinn – daran glaube ich persönlich ganz fest. Es ist nicht die Zeit zum Jammern. Es ist die Zeit der Freude.

In diesem Sinne: habt ein wunderschönes Weihnachtsfest im Kreise eurer Lieben und ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr!

Fitte Grüße, Rebecca

 

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